Aufbewahrungsfristen DSGVO: Allgemeine Regelungen 

Nach den Vorschriften der DSGVO dürfen Kunden, Mitarbeiter oder Bewerber die Löschung ihrer personenbezogenen Daten verlangen. Diesem Wunsch kann nicht immer sofort nachgekommen werden. Denn aus steuerrechtlichen Gründen gilt es hier, die Aufbewahrungspflichten für Buchhaltungsunterlagen zu beachten. Auch Personalunterlagen sollten nach Ausscheiden des Mitarbeiters nicht direkt vernichtet werden.

Ausbewahrungsfristen Rechnung 

Die gesetzlich vorgeschriebenen Ausbewahrungsfristen Rechnung nach AO, UStG belaufen sich auf 10 Jahre. Diese beginnen jeweils am Schluss eines Kalenderjahres, in dem die Eingangs- oder Ausgangsrechnung erstellt wurde. Wichtig ist, dass nur Daten eingeholt werden, die für die Erstellung der Rechnung beziehungsweise Lieferung notwendig sind.

Aufbewahrungsfristen Personal 

Während eines Arbeitsverhältnisses wird für jeden Mitarbeiter eine Personalakte angelegt. Verlässt der Mitarbeiter das Unternehmen, kann diese normalerweise vernichtet werden. Ausgenommen, es befinden sich Unterlagen in der Akte, die einer gesetzlichen Aufbewahrungspflicht unterliegen. Für Ansprüche von Forderungen aus Verträgen (beispielsweise Urlaubsabgeltungsansprüche) gilt eine dreijährige Aufbewahrungsfrist, für Steuernachweise gilt eine sechsjährige Aufbewahrungsfrist. Sind Buchungsbelege vorhanden, greift die oben genannte 10-jährige Aufbewahrungsfrist.

Robert Sasse
Robert Sasse ist Unternehmensgründer, Geschäftsführer, Journalist und seit über 17 Jahren in der Medien-, Finanz- und Verlagsbranche tätig. Er ist studierter Betriebswirt und besitzt einen Master of Science in Marketing und Sales.