Aufbewahrungsfristen und DSGVO

Der Löschpflicht auf Verlangen nach DSGVO stehen die Aufbewahrungsfristen für bestimmte Unterlagen gegenüber. Es sind die Aufbewahrungsfristen Personal und die Aufbewahrungsfristen Archivierung zu unterscheiden.

Aufbewahrungsfristen Personal 

Personalunterlagen sind bis zum Erlöschen etwaiger Ansprüche des Arbeitnehmers aufzubewahren. Es gelten einschlägige Verjährungsfristen, die für das Arbeitsrecht bei drei Jahren liegen. Eine 6-jährige Aufbewahrungsfrist gilt für Lohnkonten. Ebenfalls sechs Jahre sind sonstige Lohnunterlagen aufzubewahren, die den Lohnsteuerabzug betreffen, darunter unter anderem Freistellungsbescheinigungen, Reisekostenabrechnungen, Fahrtenbücher oder Arbeitszeitlisten. Zu den Aufbewahrungsfristen Personal gehören auch Lohnunterlagen für die Gewinnermittlung, diese müssen zehn Jahre aufbewahrt werden. Die betriebliche Altersvorsorge kann eine Aufbewahrungsfrist bis zu 30 Jahren bedingen, wenn sie erst spät in Anspruch genommen wird.

Aufbewahrungsfristen Archivierung 

Die Aufbewahrungsfristen Archivierung liegen sehr oft bei zehn Jahren, so für Geschäftsbücher und Aufzeichnungen, Inventare, Jahresabschlüsse, die Eröffnungsbilanz und sonstige Organisationsunterlagen. Für unbewegliches Vermögen beträgt die Frist 20 Jahre. Nur sechs Jahre sind Handels- und Geschäftsbriefe (Eingang und Ausgang!), deren Wiedergaben und sonstige Unterlagen aufzubewahren, wenn sie eine Relevanz für die Besteuerung aufweisen.

Robert Sasse
Robert Sasse ist Unternehmensgründer, Geschäftsführer, Journalist und seit über 17 Jahren in der Medien-, Finanz- und Verlagsbranche tätig. Er ist studierter Betriebswirt und besitzt einen Master of Science in Marketing und Sales.