Der eigentliche Wahnsinn der DSGVO

Sie haben wohl bereits viel über die neu in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gehört. Im Wesentlichen räumt sie den Verbrauchern mehr Rechte ein, was die Auskunft über ihre Daten angeht. Dies erscheint natürlich im ersten Moment sehr positiv, Sie haben von nun an das Recht jederzeit von jedem Unternehmen Auskunft über die über Ihre Person gespeicherten Daten erhalten und diese bei Wusch löschen zu lassen.

Doch dies bringt einen erheblichen Mehraufwand für alle Unternehmen, egal ob internationaler Big Player oder ortsansässiges Familienunternehmen. Für viele bedeutet die neue Verordnung erheblichen, kaum stemmbaren Mehraufwand.

Aber das eigentliche Problem liegt noch ganz woanders: In der Umsetzung dieser Verordnung. Denn bei genauer Betrachtung stößt man erst auf den Wahnsinn den diese Verordnung mit sich trägt. Denn wenn Sie sich vollkommen rechtskonform an die Verordnung halten, bedeutet das unter anderem für Sie, dass sie zukünftig beim Austausch ihrer Visitenkarte erstmal dem jeweils anderen einen Datenschutzvertrag unterschreiben lassen, um die Visitenkarte auch in Ihrem Ordnungssystem ablegen zu dürfen.

Noch interessanter wird es, wenn Sie bei einem Unternehmen anrufen und der Gesprächspartner sich mal eben Ihre Telefonnummer notieren möchte, um Sie bspw. zurückrufen zu können. Dann muss dieser nämlich die gesamte Datenschutzerklärung des Unternehmens Ihnen zukommen lassen, im Zweifelsfall mündlich. Stellen sie sich also zukünftig auf lange Gespräche mit dem Friseursalon etc. freuen.

Sie merken schon, die 100%ige Umsetzung wäre absoluter Wahnsinn und ist im Prinzip nicht umsetzbar. Dort besteht also noch dringend Nachbesserungsbedarf.


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Yannick Esters
Yannick Esters ist Unternehmer, Publizist, Investor und Journalist. Der gelernte Verlagskaufmann gründete mit 24 Jahren seine erste Firma und versucht nicht erst seit seinem Start in die Selbständigkeit immer neue redaktionelle und journalistische Formate zu entwickeln um Leser mitzureißen.