DSGVO: Datenschutz nach dem Brexit

Die DSGVO wird auch helfen, die Datenübermittlung nach Großbritannien zu regeln. Möglicherweise könnte es nach dem Brexit untersagt sein, bestimmten personenbezogene Daten ins Vereinigte Königreich zu schicken. Doch eine adäquate Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung vermeidet dieses Risiko.

Brexit betrifft auch den Datenschutz

Möglicherweise gibt es nach dem Brexit nicht nur Grenzkontrollen für Personen und Waren, sondern auch für Daten. Angesichts der engen Beziehungen zwischen dem Kontinent und Großbritannien wird schnell klar, dass es neue Regelungen für den Datenschutz geben muss – etwa solche, wie sie für den Datenaustausch mit den USA existieren. Die DSGVO Artikel 44 bis 50 bewerten nach dem Brexit das britische Königreich als “unsicheres Drittland”, in welches Daten nicht mehr ohne Weiteres geschickt werden dürfen. Doch die Datenschutz-Grundverordnung bietet auch Lösungsansätze.

Wenn Großbritannien beispielsweise Teil des EWR würde, müsste das Land die DSGVO umsetzen und wäre damit wieder ein datenschutzrechtlich „sicheres“ Land. Das wollen die Briten aber möglicherweise nicht. Auch gesonderte Datenschutzabkommen zwischen der EU und den Briten haben eher schlechte Chancen. Die britische Premierministerin Theresa May hat aber ihrerseits einen Ansatz vorgeschlagen, nämlich ein dem CETA-Abkommen ähnliches Freihandelsabkommen. In dieses würde auch der Datenschutz verankert – voraussichtlich weitestgehend nach den Regeln der europäischen Datenschutz-Grundverordnung.


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Robert Sasse
Robert Sasse ist Unternehmensgründer, Geschäftsführer, Journalist und seit über 17 Jahren in der Medien-, Finanz- und Verlagsbranche tätig. Er ist studierter Betriebswirt und besitzt einen Master of Science in Marketing und Sales.