Ohne Datenschutz kein Smart-Home

Die Kehrseite der modernen Technik
Die heutige moderne Welt bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen technischen Möglichkeiten. Die neue DSGVO stellt nun eine bürokratische Hürde für Ihre Smart-Home Geräte. Wir zeigen Ihnen wie Sie die Hürde meistern können!

Noch vor ein paar Jahren war es undenkbar mit einem kleinen Smartphone oder Computer so eine hohe Leistung zu erzielen. Allerdings sind wir heutzutage sehr stark an diese technischen Annehmlichkeiten gewöhnt und können diese auch nicht mehr aus unserem Alltag weichen lassen.

Besonders einige Betreiber für Haushaltsgeräte, wie Internet-verbundene Kühlschränke, können mit den Anforderungen der DSGVO nur schwer mithalten. Die stellen oftmals den Dienst ein bis man der Datenschutzverordnung zugestimmt hat. Also wer sich darauf verlassen hat, dass sein teurer Kühlschrank die benötigten Lebensmittel nachbestellt während man unterwegs war, bei dem kann es sein, dass er eine böse Überraschung erlebt nachdem er wieder nach Hause kommt. Schließlich kann es passieren, dass statt des üblichen Displays eine Nachricht erscheint, dass man doch der Datenschutzvereinbarung zustimmen soll da sonst das Gerät seinen gewohnten Aufgaben nicht mehr nachgehen wird und somit nur noch ein gewöhnlicher Kühlschrank zu einem teuren Preis zu Hause steht.

Aber nicht nur Kühlschränke sondern auch gewisse Hersteller von Smart Leuchten haben den Dienst eingestellt, da sie unter den Voraussetzungen der DSGVO nicht mehr weiterarbeiten können. Das heißt im weiteren Verlauf, dass die so sorgfältig eingestellten Lichter in der Wohnung, die sonst immer auf Bewegungen und anderen Signalen reagierten und im besten Fall immer das richtige Licht für jeden Anlass gespendet hatten, einfach nicht angehen und auf dem Smartphone oder Tablet nur eine Fehlermeldung erscheint.

Und auch hier ist der gewünschte Dienst nicht mehr verfügbar oder kann nicht mehr vollkommen gewährleistet werden. Man hat demzufolge für die ganzen Annehmlichkeiten und Luxus-Geräte viel Geld in den Sand gesetzt, wenn man der Datenschutz Grundverordnung nicht zustimmt. Und da die Datenschutzbedingungen in manchen elektronischen Betrieben noch nicht auf dem geforderten Stand sind, haben Betroffene mit den Folgen und etwaigen Datenschutzlücken zu kämpfen. Für Betriebe sieht es aber noch viel schlimmer aus: Ihnen drohen zukünftig eine immens finanzielle Strafe oder Freiheitsstrafen, wenn ein Verstoß gegen die Datenschutz-Grundverordnung vorliegt.

Das Problem ist besteht weiterhin darin, dass viele Endkunden den schwammigen Datenschutzverträgen und Vereinbarungen der Hersteller nicht zustimmen möchten. Viel zu lange und ungenaue Erklärungen schrecken die Kunden ab und die Betriebe müssen mit einem großen finanziellen Verlust zurechtkommen oder den Betrieb ganz und gar einstellen. Darüber hinaus dürfen sehr sensible Daten nur in Ausnahmefällen von einem Unternehmen verarbeitet werden. Zu den besonders empfindlichen Daten zählen vor allem religiöse Überzeugungen, der Gesundheitszustand oder die sexuelle Orientierung. Oft dürfen nur Personalvermittlungsbüros in Ausnahmefällen bestimmte sehr persönliche Daten verarbeiten und dies auch nur wenn eine schriftliche Zustimmung im Vorfeld vorliegt. Des Weiteren gelten die neuen Bedingungen auch für Firmen, die nicht in der EU ansässig sind hier aber ihre Dienste anbieten. Dementsprechend sind auch Unternehmen mit einem Firmensitz in Amerika, wie zum Beispiel Google oder Facebook, angesprochen und selbst davon betroffen.

Robert Sasse
Robert Sasse ist Unternehmensgründer, Geschäftsführer, Journalist und seit über 17 Jahren in der Medien-, Finanz- und Verlagsbranche tätig. Er ist studierter Betriebswirt und besitzt einen Master of Science in Marketing und Sales.